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Vulkaneifelkreis - Lyakon

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Non omnis moriar.
(Horaz)

Vulkaneifelkreis

Reisen > Deutschland > Rheinland-Pfalz > Vulkaneifel
Die Vulkaneifel trägt ihren Namen nicht zufällig. Wo heute Maare wie blaue Augen in der Landschaft liegen und die Hänge von Buchenwäldern bedeckt sind, brach in der Erdgeschichte Feuer aus dem Boden, und aus erkalteter Lava und vulkanischem Gestein ist eine Gegend entstanden, die in jeder Jahreszeit ein wenig fremd wirkt. Die Hohe Eifel liegt auf mehr als fünfhundert Metern, rau, windig und weit, und das Land lässt einen spüren, dass es älter ist als die Menschen, die darin siedeln.

Hier, nördlich von Daun, bin ich einem Stein begegnet, der diese Fremdheit in sich trägt: dem Hunnenstein bei Betteldorf. Ein unscheinbarer, dunkler Block am Waldrand, auf einer flachen Erhebung, von dem nicht einmal die Beschreibungen übereinstimmen, ob er aus Lava oder Kalkstein besteht, und der seit 1938 als Naturdenkmal geschützt ist. In derselben Zeit haben, wie die Dokumentation vermerkt, Schatzgräber nachts in seiner Umgebung gegraben, weil ein Name wie Hunnenstein nach Gold klingt, und sie fanden nichts. Das scheint mir eine sehr eifelische Geschichte: ein Stein, der nichts preisgibt, und Menschen, die ihm trotzdem etwas entlocken wollen.

Dass die Vulkaneifel für mich eine eigene Stimmung hat, liegt an diesem Zusammenspiel von Gestein und Geheimnis. Der Boden ist vulkanisch, die Steine sind rau und dunkel, und auch ein Menhir wirkt hier weniger wie ein aufgerichtetes Zeichen als wie etwas, das aus der Erde selbst gewachsen ist und dem man nachträglich einen Sinn gegeben hat. Ob ein solcher Stein von Menschenhand aufgestellt wurde oder die Natur ihn dorthin legte, bleibt oft offen, und gerade diese Offenheit hat mich an diesem Landstrich gehalten.

Was folgt, sind die Orte meiner Besuche im Vulkaneifelkreis, einer Landschaft, in der das Feuer längst erloschen ist und in der man dennoch das Gefühl hat, dass unter der Oberfläche etwas wartet.
Hunnenstein
Betteldorf, Rheinland-Pfalz
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