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Bolivien - Lyakon

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Non omnis moriar.
(Horaz)

Bolivien

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Bolivien hat mich an Orte geführt, an denen die Vergangenheit eine besondere Nähe bekommt. Über dem Titicacasee liegt das weite Licht der Anden, während hinter alten Steinmauern kühle Schatten warten. Zwischen Wasser, Himmel und verwitterten Ruinen begegneten mir Geschichten von Sonne und Mond, von heiligen Inseln und der Hoffnung auf Erneuerung.

Auf der Sonneninsel führte mich mein Weg zur sagenumwobenen Quelle der Jugend und zu den Ruinen von Pilkokaina. Ihre dunklen Kammern und kunstvoll gefassten Durchgänge ließen Raum für Fragen und Fantasie. Auf der Mondinsel erwartete mich Iñak Uyu, dessen gestufte Fassaden von einer langen Geschichte erzählen. Die archäologischen Spuren und die überlieferten Mythen geben diesen Orten jeweils ihre eigene Tiefe.

Besonders in Erinnerung bleiben mir die schamanischen Zeremonien, an denen ich teilnehmen durfte: am „Herz des Pumas“ und zwischen den Mauern des Heiligtums auf der Mondinsel. Blumen, Früchte und sorgsam angeordnete Gaben brachten kräftige Farben in die alten Räume. Durch diese Begegnungen bekam meine Reise eine persönliche Bedeutung, die sich auf Fotografien nur zum Teil festhalten lässt.

Auf diesen Seiten teile ich meine Bilder, Eindrücke und das gesicherte Wissen über die besuchten Stätten. Als Autor interessieren mich dabei auch die Fragen, die offenbleiben: Wer ging einst durch diese Türen? Welche Wünsche wurden hier ausgesprochen? Aus solchen Gedanken entstehen erste Bilder einer Geschichte. Einige davon habe ich aus Bolivien mitgebracht – zusammen mit der Erinnerung an Blüten auf Stein und einen See, dessen Horizont im Himmel zu verschwinden scheint.
Inak Uyu
Titicaca-See
Mondinsel, Bolivien
Pilkokaina
Titicaca-See
Sonneninsel, Bolivien
Quelle der Jugend
Titicaca-See
Sonneninsel, Bolivien
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