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Eliphas Levi - Lyakon

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Non omnis moriar.
(Horaz)

Eliphas Levi

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Sein Leben

Éliphas Lévi (1810–1875) gilt als eine der prägenden Gestalten des modernen westlichen Okkultismus. Geboren wurde er am 8. Februar 1810 in Paris als Alphonse Louis Constant, Sohn eines Schuhmachers. Zunächst schlug er eine kirchliche Laufbahn ein und studierte am Priesterseminar Saint-Sulpice. 1836 verließ er diesen Weg vor seiner Priesterweihe. Seine christliche Prägung blieb jedoch ein wesentlicher Bestandteil seines späteren Denkens.

Als Schriftsteller beschäftigte sich Constant zunächst mit religiösen und gesellschaftspolitischen Fragen. Er verband christliche Vorstellungen mit sozialistischen Ideen und der Hoffnung auf eine gerechtere Gesellschaft. Seine Schrift La Bible de la liberté von 1841 brachte ihm eine Gefängnisstrafe ein. Die neuere Forschung betont, dass diese frühen Überzeugungen auch seine spätere Beschäftigung mit Magie und Kabbala beeinflussten.

In den 1850er-Jahren trat er unter dem Namen Éliphas Lévi hervor, einer hebraisierenden Umformung seiner Vornamen. Seine Bücher über Magie, religiöse Symbolik und esoterische Überlieferungen machten ihn in französischen und britischen Kreisen bekannt. Dabei wirkte er vor allem als Autor und Lehrer, dessen Gedanken nachfolgende Generationen von Okkultisten aufgriffen.

Lévi starb am 31. Mai 1875 in Paris, im Alter von 65 Jahren. Er wurde auf dem Cimetière parisien d’Ivry beigesetzt. Seine ursprüngliche Einzelgrabstätte ist nicht erhalten: Nach den überlieferten Angaben wurden seine sterblichen Überreste 1881 in ein Gemeinschaftsgrab überführt.
Sein Werk im Bereich des Spiritismus und Okkultismus

Lévi verband christliche Mystik, esoterische Kabbala, Hermetik, Alchemie und Tarot zu einer eigenen Deutung der magischen Tradition. Einen zentralen Platz nahm das „Astrallicht“ ein: eine von ihm angenommene universelle Kraft, durch die geistige und materielle Vorgänge miteinander verbunden seien. Magisches Wirken setzte in seiner Vorstellung einen geschulten Willen, Vorstellungskraft und Selbstbeherrschung voraus. Diese Begriffe beschreiben sein esoterisches Weltbild.

Besonders berühmt wurde seine Baphomet-Darstellung: eine geflügelte Gestalt mit Ziegenkopf und männlichen wie weiblichen Merkmalen. Für Lévi verkörperte sie das Gleichgewicht und die Verbindung von Gegensätzen. Die Figur veranschaulichte seine Vorstellung des Astrallichts und sein Streben nach einer Einheit von Religion, Wissen und gesellschaftlicher Ordnung.

Auch der Tarot erhielt durch Lévi eine nachhaltige Aufwertung als esoterisches Symbolsystem. Seine Verbindung der Karten mit kabbalistischen Vorstellungen trug dazu bei, dass spätere Autoren sie als Schlüssel zu einer umfassenden Geheimlehre deuteten.

Dem Spiritismus seiner Zeit begegnete Lévi kritisch. Er beschäftigte sich mit Séancen und medialen Erscheinungen, widersprach jedoch wichtigen Deutungen Allan Kardecs und anderer Spiritisten. Seine Erklärungen stützten sich auf seine eigene magische und religiöse Weltanschauung.
Erscheinungsjahr
Werk
Inhalt
1854–1856
Dogme et rituel de la haute magie
Grundlegende Darstellung seiner magischen Theorie und Praxis, mit Ausführungen zu Kabbala, Tarot, Symbolen und Ritualen.
1860
Histoire de la magie
Geschichte der Magie aus seiner eigenen religiösen und esoterischen Perspektive.
1861
La Clef des grands mystères
Versuch, religiöse, philosophische und magische Fragen durch eine gemeinsame Symbolsprache zu erschließen.
1865
La Science des esprits
Betrachtungen über kabbalistische und christliche Symbolik sowie eine Bewertung spiritistischer Lehren und Erscheinungen.
1898, posthum
Le Grand Arcane ou l’Occultisme dévoilé
Späte Überlegungen zu den geistigen und moralischen Grundlagen der Magie.
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