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Eifelkreis Bitburg-Prüm - Lyakon

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Non omnis moriar.
(Horaz)

Eifelkreis Bitburg-Prüm

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Es gibt Landkreise, in denen man Steine sucht, und es gibt solche, in denen die Steine einen finden. Der Eifelkreis Bitburg-Prüm gehört für mich zur zweiten Sorte. Er ist der größte und zugleich am dünnsten besiedelte Landkreis von Rheinland-Pfalz, ein Land aus Hochflächen, Wäldern, Felsen und kleinen Dörfern, in dem man stundenlang wandern kann, ohne einem Menschen zu begegnen, und nie das Gefühl hat, allein zu sein. Wer hier unterwegs ist, folgt oft Wegen, die älter sind als jede Karte, und merkt irgendwann, dass die Landschaft selbst Zeichen setzt.

Im Süden, rund um Bollendorf und das Ferschweiler Plateau, liegt das dichteste Geflecht dieser Zeichen. Dort stehen oder standen mehr Menhire, als man heute sieht: der Druidenstein, der nach der Keltenromantik des 19. Jahrhunderts benannt wurde und mit den Kelten nichts zu tun hat; der kleine, schiefe Langenstein bei Holsthum; der umstrittene Druidenstein mit seinen Sprenglöchern; die beiden Nusbaumer Menhire, der eine aufrecht, der andere gebrochen, und das Fraubillenkreuz, das nach der Überlieferung der heilige Willibrord selbst in Kreuzform meißelte. Dazu kommen ein bemooster Block im Wald, der von einem zerstörten Menhir erzählt, und ein pilzförmiger Fels, den man den Opferaltar nennt, obwohl nichts darauf hindeutet, dass je ein Opfer auf ihm dargebracht wurde.

Mich haben auf dieser Reise weniger die Gewissheiten beschäftigt als die Zweifel. Fast jeder dieser Steine trägt ein Fragezeichen: Ist er ein echter Menhir oder ein Grenzstein, ein Taufstein, ein Block aus einem Steinbruch? In Eschfeld und Binscheid erzählt man von Menhiren, die zu Taufsteinen umgearbeitet wurden, und die Forschung sagt, es seien romanische Gefäße aus belgischer Arkose. In Niederstedem ruht ein Altarstein auf einem Monolithen, den vielleicht einst jemand aufgerichtet hat. Bei Wallersheim und Fleringen stehen Kalksteinpfeiler an Straßen, deren Deutung offen bleibt, und an der Schneifel trägt ein uralter Stein den Namen eines Forstmeisters. Der Weissenstein bei Prüm zeigt, dass ein Stein zugleich Wegweiser, Grenze und Gedenkort sein kann, auch wenn die Tafel, die an fünf Erschossene von 1810 erinnerte, bis heute fehlt.

Auch die Römer haben ihre Spuren hinterlassen, und sie sind von ganz anderer Art. In Holsthum steht eine Villa mit wiederaufgerichteten Säulen, in deren Halle man um das Jahr 275 Kleingeld prägte, und in Bollendorf liegt das Haus einer gallo-römischen Bauernfamilie, mit Fußbodenheizung, Kaltwasserbecken und einem Blick auf die Sauer. Und mitten im Ort, im Burghof von Bollendorf, steht ein Stein, der Grenzstein und vielleicht Menhir zugleich ist. Zwischen den Menschen der Jungsteinzeit, der Römer, der Franken und der Gegenwart hat sich hier nichts ersetzt, es hat sich übereinandergelegt.

Was all diese Orte eint, ist eine Art stiller Beständigkeit. Die Steine wurden versetzt, zerschlagen, beschriftet, überstrichen, umgedeutet, und sie stehen oder liegen noch immer da. Ich habe gelernt, in diesem Landkreis nicht auf die große Offenbarung zu warten, sondern auf das, was man leicht übersieht: einen Block am Wegrand, eine Naht im Moos, ein Gesicht in einer Kalkplatte.

Was folgt, sind die einzelnen Orte meiner Besuche im Eifelkreis Bitburg-Prüm, Steine und Häuser, die nicht erklären, sondern zeigen, ganz im Sinne des alten Eifelwortes für sie: Weisensteine.
Opferaltar
Bollendorf, Rheinland-Pfalz
Menhir
Bollendorf, Rheinland-Pfalz
Altarstein
Niederstedem, Rheinland-Pfalz
Langenstein
Ferschweiler, Rheinland-Pfalz
Druidenstein
Ferschweiler, Rheinland-Pfalz
Fraubillenkreuz
Ferschweiler, Rheinland-Pfalz
Menhirgruppe
Ferschweiler, Rheinland-Pfalz
Menhir ?
Ferschweiler, Rheinland-Pfalz
Weissenstein
Prüm, Rheinland-Pfalz
Druidenstein
Holsthum, Rheinland-Pfalz
Menhir
Fleringen, Rheinland-Pfalz
Langenstein
Wallersheim, Rheinland-Pfalz
Taufstein
Eschfeld, Rheinland-Pfalz
Taufstein
Binscheid, Rheinland-Pfalz
Forstmeister Jansen Stein
Buchet, Rheinland-Pfalz
Villa Rustica
Holsthum, Rheinland-Pfalz
Villa Rustica
Bollendorf, Rheinland-Pfalz
Felsenklause
Echternacherbrück, Rheinland-Pfalz
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